|

Die Trennung von Infineon war für die meisten Kollegen ein Prozess, der sich über lange Zeit hinzog und teilweise, zumindest gefühlsmäßig, immer noch andauert. Von der ersten Bekanntgabe der Schließungsplanung der Perlacher Chipfertigung bis zum tatsächlichen Vollzug vergingen mehr als 2 Jahre.
So ein langer Zeitraum ist auf der einen Seite eine Chance: Man kann sich darauf einstellen und hat Zeit für die Stellensuche. Mancher überlegt sich auch Alternativen: Was war schon immer ein Traum und wurde aus Bequemlichkeit oder mangelnden Mitteln nie verwirklicht? Sei es die Eröffnung eines kleinen Cafés, eine längerfristige Weiterbildung oder der Drang ins Ausland bzw. in die ferne Heimat – viele Möglichkeiten und Wege wurden erwogen und wieder verworfen. Bis eine Entscheidung getroffen werden kann, gibt es Vieles zu bedenken. Jeder und jede hat dabei sein eigenes Tempo. Auf der anderen Seite ist eine Spanne von 2 Jahren auch eine Belastung: Die Arbeit geht ja erstmal weiter. Und ständig tickt dabei eine unsichtbare Uhr mit einem von der Infineon-Leitung festgelegten Endzeitpunkt. Die Perlacher Kolleginnen und Kollegen haben in dieser Zeit hohe Professionalität bewiesen. Die mit der Unterzeichnung eines Arbeitsvertrags (meist noch zu Siemens-Zeiten) geforderte Loyalität wurde auch in dieser schwierigen Phase vom Großteil der Mitarbeiter eingehalten. Bis zum Schluss hat jeder an seinem Platz seinen Job gemacht, und das oft unter großem Druck. Viele der Kollegen aus den Bürobereichen mussten sogar ihren eigenen Arbeitsplatz abbauen, d. h. die Akten archivieren oder entsorgen, alle die Dinge, die sich über Jahre in den Büros angesammelt haben verpacken oder wegwerfen, Kisten schleppen, PCs entrümpeln. Da floss schon die eine oder andere Träne und eine Kollegin bemerkte in dieser hektischen Atmosphäre: „Das ist, wie wenn du deinen eigenen Sarg zimmerst!“
Betriebsleitung und Betriebsrat beauftragen übereinstimmend die GeDiS mit der Durchführung der zwischen ihnen vereinbarten Transfermaßnahmen
Bis Anfang April 2007 haben sich 511 Mitarbeiter für die Transfergesellschaft entschieden.
Von der ersten Bekanntgabe der Schließungsplanung bis zum tatsächlichen Vollzug vergingen mehr als 2 Jahre.
Lesen
In einem buddhistischen Gleichnis fragt ein übereifriger Schüler seinen Lehrer: „Meister, ich habe den ganzen Tag über meditiert, den Flug der Kraniche studiert, über den Sonnenaufgang sinniert. Was soll ich jetzt tun?“
Lesen
Als Unternehmer mache ich meinen Mitarbeitern klar, dass sie genauso Risiko für den Fortbestand der Firma tragen wie ich!
Lesen